05. Dezember 2008
Die Homöopathen beanspruchen diesen Satz für sich. Die Erkenntnis ist jedoch viel älter.
Hahnemann hat in seinen Büchern „Organon der Heilkunst“ und „Die chronischen Krankheiten“ Band I von vielen Ärzten berichtet, die genau dieses beobachtet haben. Allerdings war er der erste, der weiter gedacht und aus dieser Erkenntnis eine Heilmethode heraus gearbeitet hat.
Mehrere alte Arzte sprechen sich für die Ähnlichkeit aus.
Hippocrates (460 - 377 v.Chr.)
“Heilbar sind die meisten Krankheiten durch ganz die selben Faktoren wie die, aus denen sie entspringen.”
Empedokles (etwa 490 bis 430 v. Chr.): „So ergreift das Süße das Süße, das Bittere strebt zum Bitteren …“
Paracelsus (1493 - 1541):
“Nur das Gift ist auch das Heilmittel”
“Wenn du weißt, dass eine Krankheit arsenikalisches Gepräge hat, zeigt Dir dieses die Kur an. Denn Arsenik heilt Arsenik, Anthrax heilt Anthrax, wie Gift nun einmal Gift heilt.”
Eine längere Anführung über das Simile schreibt ein dänischer Regimentsarzt namens Stahl: „Ganz falsch und verkehrt sei die in der Arzneikunst angenommene Regel, man müsse durch gegenseitige Mittel (Contraria contraiis) kurieren. Er sei im Gegenteil überzeugt, dass durch ein ähnliches Leiden erzeugendes Mittel (Similia similibus) die Krankheiten weichen und geheilt werden, – Verbrennungen durch Annäherung ans Feuer, erfrorene Glieder durch aufgelegten Schnee und das kälteste Wasser und die Neigung zu Magensäure durch eine sehr kleine Gabe Vitriolsäure, mit dem glücklichsten Erfolge, in den Fällen, wo man eine Menge absorbierender Pulver vergeblich gebraucht habe…“
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04. Dezember 2008
(… ich meine nicht den Psychologen)
Vor einigen Jahren gab es im MDR eine Talk-Sendung. Zu Gast war ein Mediziner aus einem deutschen Herzzentrum, ein junger und wahrscheinlich im Umgang mit Medien unerfahrender Arzt.
Er berichtete von einer Studie mit Herztransplantierten, die in seinem Zentrum durchgeführt worden war.
Das Problem bei einer Herztransplantation ist die rasche Verkalkung des neuen Organs. Selbst wenn ein wesentlich jüngeres Herz als Spenderorgan genommen wird, erreicht es den allgemeinen Verkalkungsgrad des gesamten Organismus in wenigen Monaten.
In der beschriebenen Studie bekam die Hälfte der Patienten zusätzlich zur Medikation hochdosierte Vitamine, und zwar A, C und E. Die andere Hälfte der Patienten bekam nur die normale Medikation. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass der Verkalkungsprozess der Herzkranzgefäße der mit Vitaminen versorgten Patienten wesentlich langsamer von statten ging.
Und der Arzt berichtete mit strahlender Miene über neue Erkenntnisse der Vitaminsubstitution und vom Segen der Vitamine bei älteren Menschen.
Nach dieser Sendung hörte, sah oder las man nichts mehr von dieser Studie, geschweige denn von positiven Auswirkungen von Vitaminen auf die Verkalkung von Gefäßen (Arteriosklerose).
Honi soit qui mal y pense. (Ein Schelm der Böses dabei denkt.)
Tags: Arteriosklerose, Vitaminsubstitution
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04. Dezember 2008
Heute im Fernsehen auf Vox war im Rahmen einer Sendung über Lebens- und Nahrungsmittel davon die Rede, dass die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) 100 mg Vitamin C pro Tag empfiehlt.
Die WHO (World-Health-Organisation) hingegen empfiehlt laut dieser Fernsehsendung 60 mg am Tag.
Wie kommt es nun zu diesen unterschiedlichen Angaben?
In der Fernsehsendung war man folgender Meinung: Die Empfehlung der WHO ist für die ganze Welt zuständig. In den Ländern der dritten Welt gelten niedrigere Empfehlungen, weil man sich danach richten muss, was realisierbar ist. Und aus allen Empfehlungen wird ein Mittelwert genommen.
Soweit die Fernsehsendung.
Die Empfehlungen für Vitamin C sind auch in Europa nicht einheitlich.
Ein Brite muss mit mageren 30 mg auskommen, ein Franzose benötigt dagegen 80 mg und ein Italiener 45 mg. Deutsche sollen nach der Empfehlung der DGE täglich je nach 100 mg Vitamin C zu sich nehmen.
Und einem Amerikaner werden 60 mg Vitamin C am Tag empfohlen.
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Tags: DGE, Vitamin C, WHO
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